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Adipositas – ist mehr als ein körperliches Thema!

In der Medizin wird Adipositas nach wie vor primär als rein körperliche Erkrankung betrachtet. Doch die Erfahrung aus meiner psychotherapeutischen Arbeit zeigt: der psychische Kontext (auch bei der Entstehung von Adipositas) spielt eine zentrale Rolle, die häufig viel zu wenig Beachtung findet. Menschen mit Adipositas berichten oft von einem hohen Leidensdruck, inneren Konflikten und belastenden Erfahrungen.

Hinter dem Gewicht verbergen sich häufig ungelernte Strategien im Umgang mit eigenen Gefühlen- insbesondere mit negativen Gefühlen, wie beispielweise Traurigkeit, Wut oder Angst. Wenn Gefühle „heruntergeschluckt“ werden- also nicht ausgedrückt und verarbeitet werden können- entsteht ein Teufelskreis. Ein zentrales Thema ist häufig auch Grenzen setzen: Viele der Betroffenen sind es gewohnt, sich selbst zurückzustellen, eigene Bedürfnisse verleugnen oder gar nicht erst zu spüren und auf andere Rücksicht zu nehmen. Es ist daher oft gar nicht möglich, ein eigenes Gefühl dafür zu entwickeln, was man selbst braucht. In der gemeinsamen therapeutischen Arbeit geht es daher nicht darum Strategien für das Gewichtsmanagement zu entwickeln, sondern auch:

  • Gefühle wahrnehmen und regulieren lernen
  • eigenen Bedürfnissen Raum geben
  • gesunde Grenzen setzen und Selbstfürsorge stärken
  • den Kreislauf von Überforderung, emotionalem Essen und Selbstvorwürfen unterbrechen

Adipositas ist mehr als ein körperliches Symptom – sie ist oft Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels von Emotionen, Erfahrungen und Verhaltensmustern. Psychotherapie kann helfen diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen, alte Muster zu durchbrechen und neue

Strategien zu entwickeln, die langfristig sowohl das körperliche Wohlbefinden als auch die psychische Balance fördern.

Leistungsdruck & Burnout

Ein Burnout entsteht nicht über Nacht und auch selten nur durch die Arbeit. Es sind Menschen betroffen, die in unterschiedlichen Lebensbereichen gleichzeitig hohen Druck spüren und erleben: im Beruf, in sozialen Beziehungen und auch in Erwartungen an sich selbst. Ein zentrales Thema ist oftmals das Bedürfnis alles und allen gerecht werden zu wollen. Viele Menschen geben mehr, als sie eigentlich können – und stellen die eigenen Bedürfnisse ständig hinten an. Sie funktionieren, übernehmen Verantwortung und wirken darin von außen betrachtet stark und belastbar; innerlich geraten sie zunehmend immer mehr unter Druck und es werden permanent eigene Grenzen überschritten. Ein Burnout entsteht häufig dann, wenn wir unsere eigenen Grenzen nicht wahrnehmen oder ignorieren. Manche Menschen lernen schon früh, dass Rücksicht auf andere wichtiger ist als Selbstfürsorge- bis hin zur Selbstaufgabe. Andere fürchten sich davor Erwartungen zu enttäuschen oder haben nie gelernt Nein zu sagen. So entsteht ein schleichender Kreislauf an Überforderung, Pflichtgefühl und Erschöpfung. Im therapeutischen Prozess geht es daher nicht nur um das Erkennen und Verändern äußerer Belastungen im Leben eines Menschen, sondern auch um innere Muster, die dafür verantwortlich sind, den Druck aufrechtzuerhalten. Beispielsweise: – Gefühl ständig funktionieren zu müssen, Bedürfnis es allen Recht zu machen, Perfektionsansprüche, Selbstzweifel, Schwierigkeiten eigene Grenzen zu erkennen und ernst zu nehmen, aus einem falschen Pflichtgefühl heraus, Zurückstellen eigener Bedürfnisse uvm.

Burnout ist kein persönliches Versagen oder ein Zeichen von Schwäche- sondern ein Warnsignal dafür, dass über eine viel zu lange Zeit von einem Menschen verlangt wurde- von außen als auch von innen.

Psychotherapie kann Ihnen helfen, diese Muster zu erkennen und verstehen und neue Wege zu entwickeln, in diesen eigene Bedürfnisse und Grenzen eine zentrale Rolle spielen.

Brauche ich eine Psychotherapie?

Sie leiden unter körperlichen Symptomen und fühlen sich schlecht- sie werden einen Arzt aufsuchen, der Ihnen helfen kann wieder gesund zu werden.

Mit Ihrer Psyche verhält es sich ähnlich. Der Schritt zum Arzt fällt vielen Menschen immer noch leichter, als den Schritt zum Psychotherapeuten zu wagen. Das alte Bild das Psychotherapie gleich ausschließlich „Krankenbehandlung” bedeutet, ist längst überholt. In der heutigen Zeit ist Psychotherapie nicht nur für Menschen mit psychischen Erkrankungen da, sondern auch für diejenigen, die sich weiterentwickeln möchten. Der Mensch hat viele Ressourcen-oftmals kann man diese aus den verschiedensten Gründen nicht nutzen. Mit Hilfe von Psychotherapie lernen Sie die Blockaden zu lösen, um Ihre Fähigkeiten bestmöglich nutzen zu können.

Wieso stellen Sie sich Fragen wie: „Wann brauche ich eine Psychotherapie?” oder „Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?”.

Es scheint so, als würde es etwas geben, was Sie belastet oder wo Sie nicht mehr weiterwissen. Nehmen Sie sich und Ihre Gefühle ernst. Eine Psychotherapie zu beginnen, bedeutet, dass Sie sich um sich selbst kümmern und versuchen Ihre Probleme zu überwinden und damit die Lebensqualität wieder zu steigern.

Manchmal sind vielleicht nur wenige Beratungsstunden nötig, um das Gleichgewicht in Ihrem Leben wiederherzustellen, Entscheidungen zu treffen und wieder mehr Lebensfreude zu empfinden. In anderen Fällen ist eine längerfristige Psychotherapie genau das Richtige.

Es gibt schwere Zeiten, in denen die eigenen Mittel nicht ausreichen, um sich selbst zu helfen. Sie fühlen sich aber schlecht und wollen was verändern? Trauen Sie sich, und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein wirksames und wissenschaftlich anerkanntes Behandlungsverfahren bei psychischen Störungen und Leidenszuständen. Auch bei psychosomatischen Erkrankungen ist Psychotherapie sehr sinnvoll und heilsam.

Früher wurden psychotherapeutische Verfahren ausschließlich bei psychischen Störungen eingesetzt. In der heutigen Zeit wird Psychotherapie von vielen Menschen als Persönlichkeitsentwicklung genutzt. Sich selbst gut kennenzulernen, weiterzuentwickeln und die eigenen Ressourcen bestmöglich nutzen zu können ist für den Menschen oftmals sehr hilfreich und erwünscht.

Das Ziel jeder Psychotherapie bestimmt das Individuum selbst. Ziele können sich im Laufe einer Therapie auch wieder verändern.

Schlussendlich geht es aber immer um eine Verbesserung der Lebensqualität.

Ein psychotherapeutisches Gespräch bietet einen geschützten und vertrauensvollen Rahmen. In diesem kann und soll es möglich werden über die Belastungen zu sprechen und sie in einer gemeinsamen Arbeit zu verstehen und aufzulösen. Ich, in meiner Kompetenz als ausgebildete Psychotherapeutin versuche bestmöglich zu unterstützen, zu verstehen und einen neutralen Ort zu ermöglich, an dem Sie Sorgen und Anliegen besprechen können.