Leistungsdruck & Burnout
Ein Burnout entsteht nicht über Nacht und auch selten nur durch die Arbeit. Es sind Menschen betroffen, die in unterschiedlichen Lebensbereichen gleichzeitig hohen Druck spüren und erleben: im Beruf, in sozialen Beziehungen und auch in Erwartungen an sich selbst. Ein zentrales Thema ist oftmals das Bedürfnis alles und allen gerecht werden zu wollen. Viele Menschen geben mehr, als sie eigentlich können – und stellen die eigenen Bedürfnisse ständig hinten an. Sie funktionieren, übernehmen Verantwortung und wirken darin von außen betrachtet stark und belastbar; innerlich geraten sie zunehmend immer mehr unter Druck und es werden permanent eigene Grenzen überschritten. Ein Burnout entsteht häufig dann, wenn wir unsere eigenen Grenzen nicht wahrnehmen oder ignorieren. Manche Menschen lernen schon früh, dass Rücksicht auf andere wichtiger ist als Selbstfürsorge- bis hin zur Selbstaufgabe. Andere fürchten sich davor Erwartungen zu enttäuschen oder haben nie gelernt Nein zu sagen. So entsteht ein schleichender Kreislauf an Überforderung, Pflichtgefühl und Erschöpfung. Im therapeutischen Prozess geht es daher nicht nur um das Erkennen und Verändern äußerer Belastungen im Leben eines Menschen, sondern auch um innere Muster, die dafür verantwortlich sind, den Druck aufrechtzuerhalten. Beispielsweise: – Gefühl ständig funktionieren zu müssen, Bedürfnis es allen Recht zu machen, Perfektionsansprüche, Selbstzweifel, Schwierigkeiten eigene Grenzen zu erkennen und ernst zu nehmen, aus einem falschen Pflichtgefühl heraus, Zurückstellen eigener Bedürfnisse uvm.
Burnout ist kein persönliches Versagen oder ein Zeichen von Schwäche- sondern ein Warnsignal dafür, dass über eine viel zu lange Zeit von einem Menschen verlangt wurde- von außen als auch von innen.
Psychotherapie kann Ihnen helfen, diese Muster zu erkennen und verstehen und neue Wege zu entwickeln, in diesen eigene Bedürfnisse und Grenzen eine zentrale Rolle spielen.